Andreas Schlüter

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Andreas Schlüter war ein bedeutender, deutscher Skulpteur und Architekt des Barocks, dessen Begabungen Peter der Große sehr schätzte.

Schlüter wurde im Jahre 1660 in Danzig geboren. Ein Bildhauer namens Saponius nahm ihn zu sich in die Lehre auf. Mitte der 90er Jahre reiste Schlüter nach Berlin, um dort als Bildhauer am Hof tätig zu sein. Ende der 90er Jahre konnte er die Leitung der Bauarbeiten am Zeughaus und am Schloss übernehmen.

So sind ihm die bekannten Köpfe der Krieger an der Fassade des Erdgeschosses über den Türen und Fenstern zu verdanken.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts übte er für 2 Jahre das Amt des Leiters der Akademie der Künste aus.

Zwischen 1699 und 1708 erbaute der Bildhauer das Reiterdenkmal zu Ehren des Großen Kurfürsten auf dem Charlottenburger Schlosshof.

Mit seinen besonderen, architektonischen Werken hatte er an großer Bedeutung für den Barockstil in Berlin gewonnen. Allem voran mit dem bemerkenswerten Schloss, das jedoch im Zweiten Weltkrieg Schaden genommen hatte. Die Trümmer wurden im Anschluss beseitigt.

Aufgrund an einigen seiner Bauten auftretenden Mängeln verlor der Architekt zu Beginn des 18. Jahrhunderts an Beliebtheit.

Von dem Jahre 1713 an war Andreas Schlüter dann im Auftrag des Zaren Peter dem Großen in Sankt Petersburg tätig.

Das berühmte Bernsteinzimmer, das Friedrich I. im Jahre 1717 Peter dem Großen schenkte (heute in Zarskoje Selo), war ein Entwurf von Andreas Schlüter.

Er wirkte am Bau der Kunstkammer sowie am Schloss Monplaisir in Peterhof mit.

Andreas Schlüter und Johann Friedrich Braunstein, die beiden ersten namentlich erwähnten Architekten in Peterhof, erschufen den Großen Palast in Peterhof, dessen Umbau später von Rastrelli durchführt wurde.

Auch der Kikin-Palast, eines der ältesten Gebäude der Stadt, war das Werk Schlüters.

Ebenso ist das herrliche Basrelief vom Sommerpalast auf Andreas Schlüter zurückzuführen.

1714 starb Andreas Schlüter.

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