Anna Achmatowa

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Anna Andrejewna Achmatowa, die „Grande Dame“ der russischen Literatur, wurde 1889 bei Odessa geboren. Ein Jahr später zog die Familie nach Zarskoje Selo um, wo ihre Schulausbildung im Lyzeum genießen durfte.

Auch sie war ein Opfer ihrer Zeit.

Ihr erster Mann, der Dichter Gumiljow, wurde erschossen. Ihr Sohn und auch ihr zweiter Mann saßen in den dreißiger Jahren in Haft.

Anna Achmatowas erste, von Schlichtheit und Erhabenheit geprägte Texte waren lyrische Liebesgedichte.

Bekannter aber wurde sie mit ihren späteren Werken wie „Requiem“ und „Poem ohne Held“.

Sie waren eine Antwort auf die mit den Säuberungen einhergehenden Leiden und auf ihre persönliche Tragödie als Frau und Mutter.

In den Jahren von 1933 bis 1941 und von 1944 bis 1954 wohnte die Dichterin und Lyrikerin im Scheremetjew-Palast. In der Zeit der Blockade (1941-1944) wurde sie evakuiert.

Ein großer Bewunderer ihrer Werke war der Komponist Dmitri Schostakowitsch.

Anna Achmatowa starb 1966 und wurde nördlich der Stadt bei Repino auf dem Friedhof von Komarowo begraben.

In dem nach ihr benannten Anna-Achmatowa-Museum können unter anderem persönliche Gegenstände und eine Bibliothek besichtigt werden.

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