Anna Iwanowna

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Geburts- und Sterbetag

Anna Iwanowna erblickte als Tochter von Iwan V. am 07. Februar 1693 in Moskau das Licht der Welt und starb am 28. Oktober 1740 in Sankt Petersburg.

Ihr Leben als Zarin von Russland

Nachdem ihr Neffe, Zar Peter II., verstorben war, bestieg Anna Iwanowna den Thron. Im Jahre 1730 fand die Krönung zur Zarin statt.

Während ihrer Regierungszeit wurde Zarskoje Selo als ein Landwohnsitz und Jagdhütte verwendet, gehörte allerdings Elisabeth, der Tochter Katharina I. und Peters des Großen.

Die korpulente Zarin hatte kein sonderliches Interesse an den Regierungsgeschäften, sondern widmete sich lieber ihren Leidenschaften, wie zum Beispiel dem Jagdsport, den sie in ihren Parkanlagen ausübte.

Unter Anna Iwanowna wurde St. Petersburg wieder zur Hauptstadt Russlands.

Sankt Petersburg wurde in 5 Stadtteile unterteilt. Das Zentrum der Stadt verlagerte sich auf die Große Seite der Admiralität. Ursprünglich lag dies auf der Petrograder Seite.

Zwischen 1732 und 1740 konnten die über Jahrhunderte anhaltenden Komplikationen im Städtebau St. Petersburgs bewältigt werden

Wassili Surikow. Zarin Anna Iwanowna auf der Hirschjagd in Peterhof. 1900

Das Straßensystem, bei dem die drei Straßen Newski-Prospekt, Gorochowaja Uliza und Wosnessenski Prospekt die Admiralität als Ursprung strahlenförmig verlassen (3-strahliges Straßensystem), wurde von der Zarin und ihrer Kommission ins Leben gerufen. Bis heute blieb dieses System der Stadt Sankt Petersburg erhalten.

Anna Iwanowna hatte keine Kinder und bestimmte aus diesem Grund ihren Großneffen, den Enkel ihrer Ältesten Schwester, zu ihrem Nachfolger, den man als Kleinkind unter dem Namen Iwan VI. zum Zaren ausrief.