Blaue Brücke

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Blaue

Die Blaue Brücke über den Fluss Moika ist die breiteste Brücke in St. Petersburg. Es verbindet die Kasaner Insel und die zweite Admiralteiski-Insel.

Diese Brücken-Konstruktion hat eine Länge von 29,4 Metern und misst entlang der Flügelbretter ganze 113,85 Meter Breite. Die Gesamtfläche des Brückendecks beträgt 2294 Quadratmeter, die Fläche der Bürgersteige – 143 Quadratmeter und gehört zum Ensemble des Isaakplatzes.

Die Spannweite der Blauen Brücke ist ein Scharniergewölbe aus Gusseisen und Stahlbeton. Die Bürgersteige sind durch gusseiserne Geländer mit einfachem Muster von der Fahrbahn getrennt.

Die Geschichte der Blauen Brücke beginnt 1737 als hölzerne Zugbrücke, die ihren Namen nach ihrer Färbung erhielt. Später wurde es auf Steinsäulen nach Art der Kryukov-Kanalbrücke zu einer dreispannigen Brücke umgebaut.

blaue brücke1818 wurde die Brücke von einer dreispannigen zu einer mit nur einem Gusseisenbogen umgebaut. Die Fahrbahn war durch einfache, gusseiserne Geländer mit gusseisernen Sockeln von der Fahrbahn getrennt. An den Fassaden des Aufbaus befanden sich mehrere Ornamente. Als Belag auf der Brücke entschied man sich für Steinpflaster, welcher 1938 durch Asphalt ersetzt wurde. Anfangs war die Blaue Brück schmaler, die Breite betrug 41 Meter.

In den Jahren 1842-1843 wurde die Brückenbreite aufgrund des Baus des Mariinsky-Palastes und der Sanierung des Isaakplatzes auf 97,3 Meter erweitert. In den Jahren 1929-1930 wurden gusseiserne Bögen von unten durch Stahlbeton ersetzt, und die Fundamente der Brücke blieben erhalten. Der Überbau ist ein zweigelenkiger Bogen. Das 1842 erbaute Gusseisenteil ist bis heute erhalten geblieben.

Die Brücke wurde in den 19. Und 20. Jahrhunderten wiederholt umgebaut, ihre Abmessungen und Gestaltungsmerkmale wurden geändert. Trotzdem hat sich das Aussehen der Blauen Brücke nicht verändert. Heute können wir die Blaue Brücke fast in ihrer ursprünglichen Form vernehmen.

Aufgrund der enormen Breite ist die Blaue Brücke zu einer Art „unsichtbarer Brücke“ geworden – viele empfinden sie nicht als Überquerung des Moika-Flusses, sondern als Teil des Isaaksplatzes, welcher sich organisch in das umgebende architektonische Ensemble mit all seinen historischen Gebäuden und Denkmälern einfügt.