Die Lutherische Petrikirche

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Petrikirche Sankt Petersburg

Die Lutherische Petrikirche wurde im Jahre 1838 von dem Architekten Alexander Brüllow fertiggestellt. Sie liegt etwas zurückgesetzt am berühmten Newskij-Prospekt.

Die einst für die deutsche Gemeinde St. Petersburgs im europäischen, neoromantischen Stil erbaute Kirche wurde während der Sowjetzeit als Schwimmbad genutzt. Daher wurde sie auch oftmals „Schwimmbadkirche“ genannt.

1993 wurde sie wieder in den Besitz der Evangelisch-Lutherischen Kirche übergeben.

Bis Ende der 1920er Jahre war in den Gebäuden hinter der Kirche die Deutsche Schule untergebracht. Berühmte Persönlichkeiten wurden dort unterrichtet, so zum Beispiel der Komponist Mussorgski und der Architekt Rossi.

Heute finden in der Kirche wieder regelmäßig evangelische Gottesdienste statt.

Neben dem Begegnungszentrum für Russen und Deutsche und dem Sitz der Evangelisch-Lutherischen Bischofskanzlei beherbergt die Petrikirche auch die Ausstellung mit Fotos und Dokumenten über „Die Geschichte der Deutschen in St. Petersburg“, die unter Anderem über Otto von Bismarck, der im 19. Jahrhundert in Sankt Petersburg hauste, erzählen.

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