Ausgehen in St. PetersburgStadtgeschichteStartseiteZarenresidenzen in St. PetersburgKultur in St. Petersburg

Alexander I.                                           (1/2)

Alexander Pawlowich Romanow

Geboren: 1777                                                                                            Gestorben: 1825

Regierungszeitraum:  (1801-1825)

Ältester Sohn des Zaren Paul.

Mutter: Maria Fjodorowna (Aus zweiter Ehe des Zaren Pauls)

 

Alexander heiratete die deutsche Prinzessin Luisa Maria Augusta von Baden-Baden (geb.1779 - 1826), die kurz darauf als Elisabeth Alexejewna den Russisch-Orthodoxen Glauben annahm. Sie bekam zwei Töchter die im Kindesalter starben.

Kam zum Thron nach dem Mord seines Vaters, Zar Paul I. Während seiner Herrschaft, wurde "Zarskoje Selo" wieder zur Regierungsresidenz der Zaren. Alexander ließ in "Zarskoje Selo eine Eliteschule für Jungen aus höheren Ständen einrichten. Diese besuchte 1811 der 12 jährige Alexander Puschkin.

 

Von Alexander I. erbten die späteren Zaren die blauen Augen und den zarten Körperbau.

Als Zar Alexander 1., der Enkel Katharinas der Großen,  1801 den Thron bestieg, zeigte er sich entschlossen, die Lage der Leibeigenen endlich zu bessern. Er folgte auf seinen Vater, den Zaren Paul I., einen geisteskranken Wüterich, der durch eine Palastrevolution sein Ende gefunden hatte. Alexander schaffte die Geheimpolizei ab, begnadigte Tausende von politischen Gefangenen und untersagte die Anwendung der Tortur beim Verhör. Er schaffte die Folter und Prügelstrafe ab und öffnete Russland, das sich unter Katharina und Paul so verschlossen hatte, liberalen ausländischen Ideen. Studenten durften wieder ins Ausland reisen, westliche Bücher fanden Eingang in Russland, und in russischen Verlagen erschienen Werke, die zur Grundlage einer neuen russischen Literatur und Kultur wurden.

Alexander war der Lieblingsenkel Katherina der Großen, die ihm viel Zeit widmete. Er bekam eine ordentliche Erziehung, und lernte viel von über die Politik und Autokratie. Alexander war zu Beginn sehr zielstrebig, ideenreich, voller Energie und hatte das große Bedürfnis sein Land irgendwie zu überholen und liberalisieren. Das Ziel Alexanders Entwurfes war, eine klare Gewaltenteilung in gesetzgebende, ausübende und richterliche Funktion unter Mitwirkung von Vertretern des ganzen Volkes, sogar der Bauern-Klasse, herbeizuführen. Es war eine Zeit historischer Spannung. Konnte und würde Alexander trotz der Widerstände des Adels Russland einen Weg in eine neue Freiheit zeigen?

Doch er wurde von Napoleon abgelenkt. Die Napoleonischen Kriege verzögerten die Antwort. Obwohl Alexander friedlicher Natur war und sich zuerst aus der großen Auseinandersetzung zwischen Frankreich und den anderen Ländern heraushalten wollte, gelangte er schließlich immer mehr zu der Überzeugung, dass er eine göttliche Mission zu erfüllen habe im Widerstand gegen »den Unterdrücker Europas und den Weltfriedensstörer«.

         

Weiter

Junger Zar Alexander I.

Junger Zar Alexander I.