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Geschichte 1703 - 1750 (2/4)
1709 siegte Peter mit seiner Armee über Schweden an der Poltawa.
Ab da sieht Peter seine Stadt als gesichert an. Peter plante eine Art Denkmal für den Sieg Russlands über Schweden im Nordischen Krieg, und es entstand die Sommerresidenz "Peterhof", ein grandioses Park -und Schlossensemble c.a. 30 km westlich von St. Petersburg am Ufer des Finnischen Meerbusens. So versinnbildlicht beispielsweise die Fontäne "Samson reißt dem Löwen den Rachen auf", ein Wahrzeichen Petershofs, den Sieg bei Poltawa.
1712 entschied sich Peter dafür, St. Petersburg zur Hauptstadt Russlands zu machen. Er verlangte, dass die Aristokratie ebenfalls nach St. Petersburg zog und mit dem Bau großzügiger Häuser begann. Im Vergleich zu Moskau musste jedes Haus aus Stein statt Holz gebaut werden. Es entstanden ebenfalls wichtige Regierungshäuser. Zu dieser Zeit bestand Moskau fast vollständig aus Holzhäusern. Als z.B. Steinmetzen fehlten erließ Peter, 1714 den Befehl, dass nur noch in der neuen Hauptstadt Steinbauten errichtet werden durften. Notgedrungen zogen Maurer und Steinmetzen nach St. Petersburg wo sie Arbeit in Hülle und Fülle fanden. Die Stadt wuchs mit rasanter Geschwindigkeit und Peter war nur das beste gut genug. Zum Aufbau der Stadt hatte Peter unter anderen auch Deutsche Arbeitskräfte angeheuert. Als Lockmittel hatte er ihnen zahlreiche Privilegien eingeräumt. Sie bekamen die Befreiung von Steuern und Militärdienst. Man tat alles damit sich die Aussiedler in ihrer neuen Heimat wohl fühlten: Die Kinder wurden in deutschen Schulen unterrichtet. Es gab die "St. Petersburger Zeitung", es entstanden deutsche Kirchengemeinden, deutsche Cafés und Restaurants. Große Architekten aus ganz Europa, die Peter anreisen ließ, unter ihnen der Italiener "Demenico Rezzini" verwandelten das ursprüngliche Sumpfgebiet allmählich in ein Stadtbild.
1714 wurde Peters Sommerpalast von ital. Architekten Trezzini freigestellt, dass Peter jeden Sommer bis zu seinem Tod bezog. Peter bewohnte das Erdgeschoss, das für ihn in holländischem Still ausgestattet war. Seine Frau Katherina teilte Peters schlichten Geschmack nicht und ließ ihre Räume mit Gemälden und vergoldeten venezianischen Spiegeln prunkvoll ausstatten. Zu den weißen Nächten fanden rauschende Feste und Maskeraden im Sommergarten statt, die in ganz Europa berühmt waren. Peter erließ eine Reihe an neuen Reformen (Verwestlichung), die das alltägliche Leben betrafen, z.B. mussten alle Höflinge ihre Bärte abrasieren.
1717 reist Peter nochmals nach Holland und Frankreich.
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