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Russische und Europäische Kultur traf sich in St. Petersburg aufeinander. Immer mehr Mitglieder der Aristokratie studierten im Ausland und lernten Fremdsprachen zu Hause, während der Rest Russlands in Rückständigkeit blieb. Ein berühmter Gelehrte war Michail Lomonossow, der Philosoph, Historiker, Linguist und Naturwissenschaftler studierte viel im Ausland und war eine bekannte Persönlichkeit nicht nur in Sankt-Petersburg.
1782 wird Falconets Statue, der Eherne Reiter, enthüllt.
Unter Katherina II begann der Ausbau von St. Petersburg im klassizistischen Still und St. Petersburg wuchs zur einer höfischen Metropole heran, die an Prunk und Eleganz selbst Paris hinter sich ließ. Der klassizistischer Baustill hatte den Barock abgelöst. Große Architekten der Zeit wie B. Rastrelli, A. Rinaldi, J. B. Vallin de la Motha, Z. Satarow, G.Quarendhi, A. Sacharow,A. Woronichin schufen aus dem ursprünglichem Sumpfgebiet allmählich ein Venedig des Nordens.
Katherina II erhob Französisch zur Hofsprache. Sie war der festen Überzeugung dass Autokratie die einzig mögliche Regierungsform war. Unter ihrer Regierungszeit erfuhr Russland das goldene Zeitalter des Adels, während in Frankreich 1789 die "Französische Revolution" einbrach. Das versetzte die Zarin in Furcht und Schrecken und bewirkte in ihr einen Wandel. Während ihrer letzten Lebensjahre änderte sie ihre Innenpolitik. Erstmals in ihrer Regierungszeit kam es nun zur massiven Verfolgung von Intellektuellen. Sie verbannte jeden, der Kritik an der Leibeigenschaft ausübte. Obwohl es bekannt war, dass sie einen gefräßigen sexuellen Appetit hatte, ist die Legende über das Pferd jedoch nicht wahr.
Außenpolitisch:
Unter Katharina´s Herrschaft dehnte sich das russ. Teretorium ganz erheblich aus. 1768 zog Russland gegen seinen Todfeind, den Türken, und gewann drei Jahre später neue Besitzungen am Schwarzen und Asowischen Meer. Im Westen bekam Russland Teile Polens die Ukraine und Weißrussland.
1796 nach dem Tod Katharina´s bestieg ihr Sohn Paul im Alter von 42 Jahren den Thron. Er führte eine Reihe von strengen Reformen ein, die den Menschen noch mehr Freiheiten raubte. Gegenüber dem Westen entwickelte sich eine Art Verschlossenheit. Das Fenster nach Europa wurde schmäler, dass Peter der Große einst aufgestoßen hatte.
Paul wurde als geisteskranker Wüterich bezeichnet und wurde wegen seinen schlechten Charaktereigenschaften überall gehasst. Den Charakter erbte er wohl von seinem Vater, Peter III.
Genauso wie sein Vater stellte Paul eine manische Liebe für das Militär, der seine Truppen mit immer verrückteren Einfällen geschockt hatte. Das machte ihn sowohl gefürchtet als auch gehasst.
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