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Geschichte 1850 - 1900

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Für Russland begann damals eine Blütezeit von Kunst und Wissenschaft.

1869 Lew Tolstoj schreibt den Roman “Krieg und Frieden“

1874 Uraufführung der Oper „Boris Godunow“ von Modest Mussorgskij.

1879 Uraufführung von Tschaikowskis Oper „Eugen Onegin“.

1881 wird Alexander III. (nach dem Mord seines Vaters) Zar von Russland.

 

Terrorwelle

Die Ermordung Alexanders II. kündete neue Gewalttaten an. Die Ermordung Alexanders II. verfolgte die nächsten zwei Zaren wie ein Gespenst. So zog der neue Zar mit seiner Familie in ein gut bewachtes Hochsicherheitsschloss in den Petersburger Vorort Gatschina.

Ein kluger neuer Zar hätte leicht alle revolutionären Umtriebe ersticken können, denn der Mordanschlag löste eine Welle von Zuneigung und Treue zur Krone aus. Doch Alexander III. hob beinahe alle Verbesserungsvorschläge seines Vaters auf, obwohl er die Leibeigenschaft nicht wieder einführen konnte.

Die Reaktion auf diese neue Unfreiheit rief sämtliche Organisationen der intellektuellen Oberschicht. Erneut flackerte überall der Terror auf. Zu den neuen Terroristen gehörte auch ein junger Mann namens Alexander Uljanow, der Sohn eines Regierungsinspektors über die Schulen, der in den Adelsstand erhoben worden war. Die Geheimpolizei ertappte ihn bei einer Verschwörung gegen das Leben des Zaren, und so starb Uljanow 1887 am Galgen. Sein jüngerer Bruder, damals siebzehn Jahre alt, schwur Rache und beschloss, ebenfalls ein Revolutionär zu werden. Wie die meisten Revolutionäre legte er sich später einen angenommenen Namen zu und nannte sich Lenin. 1890 kommt Lenin nach St.-Petersburg.

 

Während seiner 13 jährigen Herrschaft entstand die Transsibirische Eisenbahnstrecke, die größte der Welt, die den europäischen Teil Russlands mit seinen Ostgebieten verband.

Am 1. November, nach dem Tod Alexanders III, wird der Kronprinz und ältester Sohn als Nikolaus II. Zar von Russland.

Am 26. November heiratet Nikolaus die deutsche Prinzessin Alexandra aus Hessen-Darmstadt. Nach der Annahme des Russisch-Orthodoxen Glaubens, wurde sie zur Alexandra Fjodorowna.

Als Alexander III., erschöpft durch seine Bemühungen, die Autokratie aufrechtzuerhalten, am 1. Nov. 1894 starb, verkündete der neue Zar Nikolaus II, gleich zu Beginn seiner Regierung, dass sich an dem autokratischen System nichts ändern werde. „Mögen nun alle wissen, dass ich meine Kräfte dem Wohle des Volkes widmen, das Prinzip der Selbstherrschaft aber ebenso fest und unbeugsam hochhalten werde, wie es mein unvergesslicher Vater getan.“

Alexanders Sohn Nikolaus II. war nicht der Herrscher, der auch nur ahnte, dass der Wettlauf fortdauerte. Die ersten Jahre seiner Regierung verliefen jedoch verhältnismäßig friedlich.

1896 wurde das Schauspiel „Die Möwe“ von Anton Tschechow uraufgeführt.

 

Geschichte 1900 - 1950

Kompanist: Modest Mussorgski

Kompanist: Peter Tschaikowski

Zar Alexander III.

Die Industrie zieht die Menschen in die Stadt.

Letzter Zar: Nikolaus II.