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Geschichte 1900 - 1950 (2/2)
Die Oktoberrevolution
Als im Oktober Soldaten in Scharen von der Front flohen, gelangten die Kommunisten durch einen bewaffneten Aufstand an die Macht. Den Höhepunkt der russischen Oktober-Revolution bildete die Einnahme des Winterpalastes in St. Petersburg, wo die provisorische Regierung ihren Sitz hatte Es geschah in der Nacht zum 25 Oktober als der Kreuzer Aurora einige Blindschüsse abfeuerte, die als Signal zur Übernahme dienten. Die von den Bolschewiken gelenkten Soldaten und Matrosen waren die rote Garde, die von Leo Trotzki im Smolnij-Institut geschult wurden. Die Provisorische Regierung wurde verhaftet. Anschließend wurden alle Schlüsselpositionen besetzt.
1918:
Es folgt ein Friedensvertrag mit Deutschland. Aus dem Zarenreich wird die Sowjetunion. 1918 - 1920 herrschte in Sankt-Petersburg und Russland ein Bürgerkrieg. Kampf der „Weißen“ gegen die „Roten“. Die Roten waren die Bolschewiken, die sich gegen die Koalition antirevolutionärer Gruppen währten. Die ausgehende Bedrohung der „Weißen“ führte zur Exekution der Zarenfamilie.
16. Juli: Nikolaus II. wird zusammen mit seiner Familie in Jekaterinburg von bolschewistischen Truppen ermordet. Der Regierungssitz wird nach Moskau, der neuen Hauptstadt der UdSSR, verlegt. St. Petersburg verliert an Bedeutung.
1920:
Im November gaben die gaben die letzten Truppen den Kampf auf. Der Bürgerkrieg kostete vielen Menschen das Leben. Es folgten schwere Hungersnöte. Petrograd zählt nur noch 722000 Einwohner gegenüber 2,5 Millionen im Jahr 1917. Lenin musste seinen „Kriegskommunismus zugunsten der „Neuen Ökonomischen Politik“ aufgeben, die sogar Privatunternehmen zuließ.
1924:
Am 21 Januar stirbt Lenin im Alter von 54 Jahren .
Wenige Tage später wird Petrograd in Leningrad umbenannt. Nach Lenins Tod kann Stalin die Macht an sich reißen. Mit Schauprozessen und Massenhinrichtungen macht er sich zum uneingeschränkten Diktator, und beseitigt alle Rivalen. Stalin hasste Leningrad und sah in der zaristischen Stadt ständig eine potentielle Bedrohung. Zwangskollektivierungen der privaten Landwirtschaften fanden statt. Den Bauern wurden ihr Vieh und Maschinen weggenommen, und es entstanden Kolchosen.
1931/32 starben ca. 9 Millionen Menschen an Hungersnot.
Als 1934 ein Gerücht verbreitet wurde dass der charismatische und populäre Leningrader Parteiführer, Sergej Kirov, eine potentielle Ersetzung für Stalin sein sollte, wurde Kirow kurz darauf in seinem Büro von einem geheimen Agenten unter der Anordnung von Stalin ermordet. Das markierte den Beginn stalinistischer Verfolgungen bzw. Säuberungen, die bis 1938 dauerten. Millionen von Leuten wurden getötet oder in Arbeitslager verschleppt. Die Menschenanzahl in den Arbeitslagern von 1938 lag bei acht Millionen, und die meisten Gefangenen überlebten nicht. Infolge dieser Regierung des Schreckens erhob sich eine Generation von Bürokraten. Vieles kam damals nicht ans Licht, denn Stalin machte gute Propagandapolitik.
1939 beginnt der Zweite Weltkrieg. Trotz seines Nichtangriffspaktes mit Stalin überfällt Hitler im Juni 1941 die Sowjetunion. Stalins Säuberung der „Roten Arme“ und die Beseitigung drei Viertel der Offiziere, machte den Deutschen ein leichtes Spiel. Leningrad wurde in weniger als drei Monaten isoliert.
Am 8. Sept. 1941 beginnt die Belagerung von St. Petersburg, die genau 900 Tage dauert. Fast eine Million Einwohner sterben an Hunger und Erfrierungen, mehrere Zehntausend durch Granaten und Bombenangriffe. Die Toten werden in Massengräbern beerdigt, die in den vereisten Boden gesprengt werden müssen. Nahrungsmittel kommen nur mit Flugzeugen oder im Winter über den zugefrorenen Ladogasee in die Stadt.
Während der Belagerung gab es ein Kohlefeld vor der Isaak-Kathedrale.
Am 27. Jan. 1944 durchbricht die „Rote Armee“ die Belagerungslinie. Leningrad wird befreit.
Gleich nach Kriegsende 1945 beginnt der Wiederaufbau von St. Petersburg. Auch die Zarenschlösser in der Umgebung der Stadt etc. Peterhof oder Zarskoje Selo, die in der Frontlinie lagen und von der deutschen Armee völlig zerstört wurden, werden sorgfältig rekonstruiert und wiederaufgebaut.
1945 - 51: In Leningrad sprießen neue Stadtteile wie die Pilze aus dem Boden.
Geschichte 1950 - heute
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