Birschewaja Ploschad und die Rostrasäulen

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An der Strelka, der Spitze der Wassiljewski Insel, wo sich die breite Newa in zwei Arme teilt, ist die „königliche Macht“ des Hauptflusses St. Petersburgs deutlich zu spüren.

Die Aussicht auf die Peter-und-Paul-Festung und das südliche Newa-Ufer ist umwerfend.

Die Börse

Genau an diesem Ort befindet sich die Birschewaja Ploschad, der Börsenplatz. Diesen Platz dominiert das klassizistische Gebäude des Architekten Thomas de Thomon, die ehemalige Börse, mit seiner imposanten Säulenfassade. In den Jahren von 1940 bis 2010 hatte sich dort das Marinemuseum eingerichtet.

Beim genauen Anblick des Platzes kann man feststellen, dass der dieser mit seinen Granitufern an der Newa und den Rostrasäulen, die jeweils beidseitig den Platz schmücken, eine Symmetrie aufweist.

Die Rostrasäule

Die 30 Meter hohen rot-braunen Rostrasäulen wurden 1810 von dem französischen Baumeister Thomas de Thomon entworfen und sollten einst als Leuchttürme dienen.

Sie bilden das Symbol der Hafenstadt und der Erfolge der russischen Flotte.

Die alte römische Tradition, die Triumphsäulen mit den Schiffsschnäbeln der Beuteschiffe zu schmücken, wurde auch für die Rostrasäulen angewendet.

So erklärt dies auch den Namen, denn „rostra“ kommt von dem lateinischen Wort „rostrum“ und heißt übersetzt „Schiffsschnabel“.

Die vier allegorischen Figuren am Granitsockel symbolisieren die vier großen russischen Flüsse: Newa, Wolga, Dnjepr und Wolchow.

Seit 1957 werden die Säulen auf der Wassiljewski Insel mit Gas betrieben.

An Feiertagen und zu besonderen Anlässen wie dem Flottentag werden sie hell erleuchtet.

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