Lomonossow-Brücke

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Lomonossow

Die Lomonossow-Brücke ist eine 16,1 Meter breite Brücke, die an der Kreuzung des Flusses mit der Lomonossow-Straße über den zentralen Kanal Fontanka führt. Sie zählt zu den herausragenden Denkmalen der Brückenbaukultur der Stadt und der einzige Übergang über die Fontanka, der es schaffte 130 Jahre lang das architektonische Erscheinungsbild fast unverändert zu lassen.

Der Bau der Lomonossow-Brücke war zum Zeitpunkt des Projektierens von Fontanka-Ufer wohl noch nicht geplant und wurde begonnen, als das Ufer des Kanals bereits mit Granit verkleidet war. Erbaut wurde die Brücke in den Jahren 1785-1787, nach dem Standarddesign von Steinbrücken über die Fontanka.

Die Brücke wurde anscheinend auf Wunsch von Katharina II. gebaut und hieß zunächst Katharina-Brücke, wurde dann zu Ehren des Oberbefehlshabers in Tschernyschew umbenannt. Nach der Revolution 1917 trägt die Brücke nun den Namen des großen russischen Wissenschaftlers Lomonossov.

lomonossowIm Laufe der ganzen Zeit war die Tschernyschew-Brücke als einzige, die seit über hundert Jahren unverändert geblieben war und nur routinemäßig repariert wurde. Erst in den Jahren 1911-1912 wurde die Brücke überholt. Die Stützen, Bögen wurden verstärkt und die Holzspannweite in der mittleren Spannweite der Brücke durch einen Metallträger ersetzt.

Am Eingang der Brücke wurden 1915, nach dem Entwurf des Architekten Vomin, die Obelisken mit Laternen restauriert. Die Bürgersteige wurden über das Niveau der Fahrbahn angehoben. Die gesamte Fahrbahn war mit Kopfsteinpflaster gepflastert, die Gehwege an den Seitenteilen – mit Granitplatten und in der Mitte – mit Asphalt verlegt.

Da während der Stadtblokade im zweiten Weltkrieg die Granitobelisken und Laternen stark beschädigt wurden, stand 1950 eine weitere Restauration an. Auch in den Folgejahren wurde an der Lomonossow-Brücke immer weiter restauriert. 1989 ordnete die Stadt Granit-Bordsteinkante und die Entwässerungswanne neu zu gestalten und im Jahr 2006 wurde die Lomonossow-Brücke weiter verschönert, u. a. die Vergoldung von Laternen und Kugelköpfen erneuert.