Pawlowsk

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Pawlowsk Sankt Petersburg

Im Gegensatz zu den prunkvollen Zarenresidenzen wie Peterhof und Zarskoje Selo steht 30 Kilometer südlich von Sankt Petersburg und 5 Kilometer südlich von Zarskoje Selo der Park im Vordergrund.

Die Natur als Kunstwerk.

1777 schenkte Katharina die Große dieses riesige Areal ihrem Sohn, Paul I., anlässlich der Geburt seines Sohnes Alexander I.

Hier schufen hauptsächlich die Architekten Charles Cameron und Pietro Gonzaga auf einer Fläche von über 600 Hektar eine scheinbar unberührte Naturlandschaft und damit den bis heute größten Landschaftspark Europas.

Der Große Palast bildet die Hauptattraktion des weitläufigen Parkensembles.

Sein internationaler Ruf ist untrennbar mit dem Namen Maria Fjodorowna, der Frau Pauls I., verbunden.

Der Errichtung und Gestaltung des Schlosses und der Parkanlage hat die deutsche Prinzessin und spätere Großfürstin, Zarin und Zarenwitwe vierzig Jahre ihres Lebens gewidmet.

Interieur vom Großen Palast

Mit all ihrer Energie, ihrer großen künstlerischen Begabung, ihren botanischen Kenntnissen, ihrem sozialen Engagement und nicht zuletzt mit den ihr als Großfürstin und Zarin zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln hat sie dem Landschaftspark von Pawlowsk zu einem der schönsten Naturkunstwerke Europas verholfen.

Die Innenräume des Palastes repräsentieren nicht die Macht und den absoluten Prunk wie die anderen Residenzen russischer Herrscher, sondern spiegeln den weiblichen Geschmack wieder und sind durch edle Bescheidenheit, Gemütlichkeit und Intimität gekennzeichnet. Dies verleiht Pawloswk mehr Charme als Größe.

Die Zarin hielt sich streng an den Klassizismus und beauftragte die besten Architekten St. Petersburgs für ihre Vorhaben.

Heute schmücken Ölgemälde, Seidenstoffe, Porzellanvasen, Aquarelle, Stiche und viele erworbene Bilder, einige von berühmten Künstlern Europas, die Räumlichkeiten.

In den Privatgemächern veranschaulichen interessante Familienbilder, persönliche Gegenstände und architektonische Ausstattungen das Leben der einstigen Zarenfamilie.

Statue für Paul I.

Dass der Zar Paul I. eine enorme Vorliebe für das Militär hatte, lassen einige Räume, wie der „Saal des Krieges“ oder der „Rittersaal“, deutlich erkennen.

Maria hatte eine Vorliebe für Gemütlichkeit, Schönheit und Intimität. Diese Eigenschaften spiegeln sich in der „Bibliothek von Maria Fjodorowna“ und im „Saal des Friedens“ wieder.

Sehenswert sind unter Anderem auch der Thronsaal, der Griechische Saal, der Italienische Saal und die Gemäldegalerie.

Der Eingang zum Park von Pawlowsk befindet sich direkt gegenüber des gleichnamigen Bahnhofs.

Den Weg zum Zarenpalast, der früher von edlen Kutschengespannen befahren wurde, darf heute nur zu Fuß zurückgelegt werden.

Dabei kann der Anblick einiger schöner Brücken, Skulpturen und Pavillions genossen werden.

Der riesige Park weist einer Gesamtlänge der Wege von über 100 km auf.

Je nach Jahreszeit kommen Erholungssuchende dorther, um zu entspannen, um Pilze zu sammeln oder auch Schlitten oder gar Ski zu fahren.

Im Winter stehen hin und wieder Pferdeschlitten vor dem Palast und ermöglichen eine Schlittenfahrt wie zu Zarenzeiten.

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